Google Ads oder Social? Was sich für wen wirklich lohnt.

Beide schlucken Budget. Die ehrliche Antwort ist: Es kommt drauf an, und zwar auf eine Frage, die fast niemand zuerst stellt.

RS Ralf Seemann · Founder ·5 Min·28.05.2026

Die Frage hören wir fast jede Woche: „Sollen wir lieber Google Ads schalten oder auf Social gehen?" Die meisten erwarten eine klare Empfehlung. Die ehrliche Antwort ist langweiliger, aber nützlicher: Es hängt davon ab, ob die Leute schon nach dir suchen.

Der Unterschied in einem Satz

Google Ads holt Leute ab, die schon suchen. Social weckt das Interesse bei Leuten, die noch gar nicht suchen. Das eine erntet Nachfrage, das andere baut sie auf.

Google Ads: wenn der Bedarf schon da ist

Jemand tippt „Dachdecker Zwiesel". Der weiß, was er will, und ist kurz vor der Entscheidung. Hier zahlst du dafür, genau in diesem Moment ganz oben zu stehen. Stark bei klarem Bedarf, lokalem Bezug und akuten Problemen.

Der Haken: Wo niemand sucht, gibt es nichts zu ernten. Für ein neues Produkt oder eine Marke, die noch keiner kennt, läuft das ins Leere.

Social: wenn du den Bedarf erst weckst

Auf Instagram oder TikTok sucht niemand aktiv nach dir. Du tauchst auf, während die Leute eigentlich etwas anderes tun, und machst sie neugierig. Stark für Marke, Story und alles, was man zeigen muss, um es zu verstehen.

Der Haken: Es dauert. Social ist Aufbau, kein Knopfdruck. Wer nach zwei Wochen Verkäufe erwartet, wird enttäuscht.

Google erntet Nachfrage. Social baut sie auf. Wer beides verwechselt, verbrennt Geld.

Der ehrliche Test

Bevor du einen Euro ausgibst, beantworte eine Frage: Suchen die Leute aktiv nach dem, was du anbietest?

Und meistens?

Beides. Aber in der richtigen Reihenfolge.

Für die meisten lohnt sich beides. Der Trick ist die Reihenfolge: erst da ernten, wo schon gesucht wird (schneller Cashflow), und mit dem Gewinn dann über Social die Marke aufbauen. So finanziert der eine Kanal den anderen.

Was wir bei dir machen würden

Wir schauen zuerst, wo schon Nachfrage liegt, die du gerade verschenkst. Meistens ist das der schnellste Hebel. Parallel bauen wir den Social-Auftritt so auf, dass er in ein paar Monaten trägt. Kein Entweder-oder, sondern eine Reihenfolge mit Plan.

RS
Ralf Seemann · Founder, Briefr

Schreibt darüber, wie kleine und mittlere Unternehmen aus ihrer Firma eine Marke machen. Ohne Buzzword-Bingo.

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