„Build in Public" heißt nicht, nur die guten Nachrichten zu posten. Es heißt, auch die Stellen zu zeigen, an denen es geruckelt hat. Sechs Monate nach dem Start ist ein guter Moment, ehrlich Bilanz zu ziehen. Was hat funktioniert, was nicht, und was nehmen wir mit.
Wo wir stehen
Ein paar grobe Zahlen, damit das Ganze nicht abstrakt bleibt. Keine geschönten Vanity-Metriken, sondern das, was uns wirklich steuert.
Die letzte Zahl ist die, über die wir am meisten nachgedacht haben. Jeder Kunde bisher kam über eine Empfehlung oder einen bestehenden Kontakt. Schön, weil es für die Arbeit spricht. Riskant, weil Empfehlung allein nicht planbar wächst. Genau daran arbeiten wir gerade.
Was funktioniert hat
- Ehrlich beraten statt verkaufen. Mehrfach haben wir Kunden gesagt, dass sie etwas gerade nicht brauchen. Das hat jedes Mal Vertrauen gebracht, nicht weniger Aufträge.
- Klein anfangen, dann wachsen. Lieber ein Projekt richtig machen als drei halb. Die Folgeaufträge kamen von selbst.
- Sichtbar sein. Die Entscheidung, eine richtige Website und ein Journal zu bauen statt nur eine Visitenkarten-Seite, zahlt sich langsam aus.
Was nicht funktioniert hat
- Zu lange alles selbst gemacht. Wir haben spät angefangen zu delegieren. Das hat Wachstum gekostet und Nerven dazu.
- Content unregelmäßig. Mal drei Beiträge in einer Woche, dann vier Wochen nichts. Beständigkeit schlägt Strohfeuer, das predigen wir Kunden und mussten es selbst lernen.
- Akquise zu spät gedacht. Wer nur über Empfehlung wächst, merkt Flauten erst, wenn sie schon da sind.
Die ehrlichste Werbung für eine Agentur ist, wie sie ihre eigene Firma führt.
Wir behandeln Briefr jetzt wie einen Kunden.
Lange war die eigene Marke das, was übrig blieb, wenn Kundenarbeit erledigt war. Das war der Fehler. Seit wir feste Zeit für die eigene Sichtbarkeit blocken, läuft beides besser. Genau das raten wir auch jedem Unternehmen: Die eigene Marke verdient denselben Ernst wie das Tagesgeschäft.
Was wir als Nächstes anders machen
- Feste Content-Routine. Lieber ein guter Beitrag pro Woche, dafür verlässlich.
- Akquise neben Empfehlung. Empfehlung bleibt die Basis, aber nicht der einzige Kanal.
- Früher Aufgaben abgeben. Das Team ist da, damit nicht alles an zwei Köpfen hängt.
Wenn dich interessiert, warum wir das alles überhaupt öffentlich machen, lies warum wir Briefr öffentlich aufbauen. Und wen wir gerade suchen, steht auf der Karriere-Seite.

Schreibt darüber, wie kleine und mittlere Unternehmen aus ihrer Firma eine Marke machen. Ohne Buzzword-Bingo.
Erstgespräch mit Ralf →

